AB Forstpolitik

Der Lehrstuhl beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Handlungsprozessen zur Regelung interessensbedingter Konflikte im Wald. Im Mittelpunkt stehen die Akteure, deren Interessen und Strategien sowie die Konflikte, die sich aus unterschiedlichsten Konstellationen in der politischen Arena "Wald" ergeben. Der methodische Schwerpunkt liegt in der Anwendung und Weiterentwicklung sozialempirischer Instrumente (Befragung; Beobachtung; Inhaltsanalyse) auf fundierter theoretischer Basis. Ziel ist die Entwicklung theoretischer Grundlagen zur Beschreibung forstlichen Handelns, sowie der gesellschaftlichen Ansprüche an den Wald auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Wir stehen im regelmäßigen Austausch mit Forstpolitikwissenschaftlern aus den angrenzenden Ländern. Jährlich findet zu diesem Zweck ein Treffen der Forstpolitikwissenschaftler statt, an dem Kollegen aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlanden, Tschechien und Ungarn teilnehmen. Im Jahr 2006 organisierte der Lehrstuhl das 38. Forstpolitikertreffen in Freising.

 

 

 

 

Der Arbeitsbereich gliedert sich in drei Forschungsbereiche:

1. Privatwald

Dieser Forschungszweig widmet sich dem unbekannten Wesen des Privatwaldbesitzers. Unsere Forschungsprojekte gingen den Fragestellungen nach: Wie nimmt der Privatwaldbesitzer seinen Wald wahr? Wie bewirtschaftet er seinen Wald? Bestehen Möglichkeiten, die hohen Vorräte im Privatwald zu mobilisieren? Welche Veränderungen ergeben sich z.B. aufgrund des Strukturwandels in der Landwirtschaft?

Forschungsprojekte:

 

2. Beratung

Die Beratung durch staatliche Förster sowie durch Selbsthilfeorganisationen sind zwei Schlüsselgrößen in der Kommunikation mit den Privatwaldbesitzern. Daher baut der Forschungsbereich Beratung direkt auf den Ergebnissen des Bereichs Privatwald auf.

Forschungsprojekte:

 

 

3. Wahrnehmung des Waldes bzw. der Forstwirtschaft

Die Projekte werden in Kooperation mit dem Arbeitsbereich Umweltkommunikation durchgeführt. Im Zentrum steht die Frage, wie die Bevölkerung bzw. Gruppen der Bevölkerung den Wald, seine Bewirtschaftung bzw. sonstige Nutzungen wahrnehmen. Dies bildet die Grundlage für Empfehlungen für Kommunikations- und Handlungskonzepte relevanter gesellschaftlicher Akteure. Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt im Arbeitsbereich Forstpolitik ist neuerdings das Thema Wald und Gesundheit.

Forschungsprojekte:

Sonstige Projekte

  • Modellierung von Entscheidungsverhalten von Forstbetriebsleitern